RaceTrace – Dashboard Redesign
für ein 24h-Radrennen
Evaluation und Redesign eines Dashboards zur Visualisierung von (Quasi-)Echtzeitdaten im Rennsport. UCD nach DIN EN ISO 9241-210, getestet mit A/B-Tests, ISONORM 9241-110 und VisAWI-S.
Projektkontext & Ergebnisse
Die Arbeit untersucht das bestehende RaceTrace-Dashboard für das 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring“ und entwickelt auf Basis eines menschzentrierten Gestaltungsprozesses ein Redesign.
Ausgangssituation & Problem
RaceTrace visualisiert Live-Daten zum Rennen (Karte, Rundenzeiten, Performance, Leaderboard, nächste Wechsel, Streckenhöhe). Admins konfigurieren Strecken, Teams und Profile, Fahrer:innen und Zuschauer:innen verfolgen den Rennverlauf.
Das bestehende Dashboard war funktional, zeigte aber:
- hohe Komplexität bei der Funktion „Neues Event erstellen“,
- umständliches Hinzufügen von Teammitgliedern,
- eingeschränkte Unterstützung für Rennen, die nicht als Rundkurs stattfinden,
- eine horizontale Navigation, in der Dashboard und Verwaltungsseiten ineinanderliefen.
Designlösung in Kürze
- Neues, getestetes Layout für „Neues Event erstellen“.
- Überarbeitete Teamverwaltung mit Pflichtfeldern und klaren Fehlermeldungen.
- Markierung von Start- und Zielpunkt auf der Karte + flexible Wechselzonen.
- Getrennte Dashboards für Teamrennen und Einzelrennen + vertikale Navigation.
- Ergänztes Typografiesystem für konsistentes Hand-off.
Designprozess nach DIN EN ISO 9241-210
Die Case Study folgt den vier Schritten des menschzentrierten Gestaltungsprozesses. Jede Phase ist mit einer Kurzbeschreibung und einer einklappbaren Galerie dokumentiert.
In Phase 1 wurden die relevanten Stakeholder identifiziert und mit Empathy-Maps vertieft: Administrator:innen, Fahrer:innen und Zuschauer:innen.
Artefakte Phase 1 anzeigen
2 Visualisierungen · Stakeholder & Empathy-Map
Auf Basis des Nutzungskontexts wurden Erfordernisse formuliert und daraus konkrete Nutzungsanforderungen abgeleitet – u. a. für Eventanlage, Rollenmodell, Strecken-Konfiguration und Teamverwaltung.
Artefakte Phase 2 anzeigen
2 Artefakte · Erfordernisse & Anforderungen
In Phase 3 wurden Scribbles für zentrale Dialoge erstellt, in Wireframes überführt und schließlich als High-Fidelity-Prototyp in Figma ausgearbeitet.
Artefakte Phase 3 anzeigen
2 Artefakte · Scribbles & Wireframes
In Phase 4 wurden Layoutvarianten im A/B-Test verglichen und anschließend die Gebrauchstauglichkeit (ISONORM 9241-110) sowie Ästhetik (VisAWI-S) erhoben.
Artefakte Phase 4 anzeigen
7 Artefakte · Tests & Auswertungen
Gegenüberstellung der wichtigsten Screens: Navigation, Informationsdichte und visuelle Hierarchie.
Redesign-Screens anzeigen
6 Screens · Alt vs. Neu
Designsystem & Typografie
Die Farb-Sticker lesen ihre Werte zentral aus :root.
So kann das RaceTrace-Branding an einer Stelle angepasst werden:
:root {
--rt-primary: #0b3558; /* Dashboards, Navigation */
--rt-accent: #ffb347; /* Status, Countdown */
--rt-bg-dark: #020617; /* Dark Cards, Charts */
}
Typografie
Farben (Sticker)
Dunkles Blau für Datenflächen, warmes Akzent-Gelb für Status/Countdown, sehr dunkles Blau-Schwarz für Night-Mode-Karten.
Dashboards · Navigation
#0B3558
Status · CTA · Countdown
#FFB347
Hero-Karte · Charts
#020617
Karten, Linien, Textflächen
Portfolio-System
Learnings & nächste Schritte
- A/B-Tests + ISONORM + VisAWI-S liefern zusammen ein rundes Bild aus Usability & Wahrnehmung.
- Funktionale Aspekte wie Individualisierbarkeit und Lernförderlichkeit lassen sich gezielt verbessern, ohne „Look & Feel“ zu verlieren.
- Als nächster Schritt: größere Stichprobe (extern), plus KPIs aus Logdaten / Zeit-&-Fehler-Messungen.
Numerische KPIs (z. B. -X % Bearbeitungszeit) lassen sich später aus Log-Daten oder Tests ableiten (z. B. Excel/Sheets, R, SPSS, JASP/Jamovi).